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Energiekontor kaufen


23.08.2002
LB Baden-Württemberg

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg empfehlen die Aktie von Energiekontor (WKN 531350) zu kaufen.

Energiekontor habe bekannt gegeben, das 100 MW-Offshore-Projekt "South-port" in Großbritannien aufgrund von Einwänden des Verteidigungsministeriums nicht weiter zu verfolgen. Außerdem sei die strategische Entscheidung getroffen worden, sich auf die Offshore-Windparks vor der deutschen Küste zu konzentrieren. Auch wenn die Kommunikation dieser Entscheidung etwas unglücklich ausgefallen sei, halte man die Fokussierung hinsichtlich der Kapazitäten des Unternehmens für sinnvoll.

Energiekontor erwarte nach wie vor Umsätze von 138,0 Mio. Euro und ein EBIT von 14,0 Mio. Euro (EBIT-Marge: 10,2%) im Gesamtjahr. Der Großteil des Umsatzes solle aus inländischen Projekten stammen, weshalb man ein eher geringes Rückschlagspotenzial erkenne. Allerdings seien notwendige Baugenehmigungen zu einem späteren Zeitpunkt als im letzten Jahr erfolgt, so dass noch ein gewisses Restrisiko bleibe.


Die ertragsschwachen Windparks Sievern und Debstedt würden von Energiekontor zurückgekauft. Dies werde die Bilanzsumme um etwa 25 Mio. Euro verlängern. Der Großteil solle fremdfinanziert werden. Innerhalb der GuV würden also hauptsächlich die Positionen Abschreibungen, Zinsaufwand und sonstige betriebliche Erträge betroffen sein. Die Belastung für das Ergebnis dürfte mit < 1 Mio. Euro insgesamt eher gering ausfallen. Das Unternehmen plane, ein Repowering durchzuführen und die Windparks in etwa drei Jahren erneut zu vermarkten. Die Betreiber des Windparks Nordleda hätten indes das Rückkaufangebot von Energiekontor abgelehnt.

Man gehe hinsichtlich dieser Thematik von keinem weiteren negativen News-flow mehr aus. Insofern sei man auch optimistisch, dass der Fondsvertrieb im laufenden Jahr dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt werde. Die Schätzungen der Analysten hätten sei leicht nach unten angepasst, da sie die EBIT-Zielmarge von 10,2% nach erreichten 3,5% im 1 Halbjahr für sehr ambitioniert halten würden. Dennoch gehe man von einer deutlichen Steigerung im 2. Halbjahr aus und würden für das Gesamtjahr mit einer EBIT-Marge von 9,6% rechnen. Die Schätzung für den Gewinn je Aktie (2002e) reduziere sich mithin auf 0,51 Euro (alt 0,57 Euro).

Problematisch würden die Analysten das Ausscheiden aus dem Neuen Markt beurteilen, das zum 21. August 2002 vollzogen worden sei. Dies könnte sich nachteilig auf die Liquidität der Aktie und die Unternehmenstransparenz auswirken. Zwar sollen zunächst weiterhin Quartalsberichte veröffentlicht werden, eine endgültige Entscheidung hierüber sei aber noch nicht gefallen.

Sollte das Unternehmen seine Finanzmarktkommunikation in bisherigem Umfang aufrecht erhalten, würden die Analysten gute Chancen sehen, dass die Aktie am Geregelten Markt nicht in Vergessenheit gerate. Von der strategischen Ausrichtung gehöre Energiekontor neben Plambeck weiterhin zu den favorisierten Projektentwicklern. Das historisch niedrige Bewertungsniveau stelle nach Erachten der Analysten einen guten Einstiegszeitpunkt dar. Hierbei zu berücksichtigen sei auch eine erwartete Dividendenrendite von 4,5% (2002e).

Daher stufen die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg die Energiekontor-Aktie von "akkumulieren" auf "kaufen" herauf.




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